Virale Werbung: Sex Sells auch in Social Ads

Eine in Korea durchgeführte Studie nutzte die Daten der Social Network Site (SNS) Adby.me, um die Faktoren für die Viralität einer Social Ad zu identifizieren. Insgesamt wurden über 600.000 Tweets untersucht, die 844 verschiedene Anzeigen bewarben. Es gilt auch für Posts uns Tweets: sexuelle Inhalte wirken, jedoch werden andere traditionelle Werbeweisheiten nicht bestätigt.

Welche Inhalte steigern die Viralität?

Sexuelle Inhalte gefolgt von kuriosen Inhalten im Slogen trugen am meisten zur Erhöhung der Klickrate bei. Die Slogan-Analyse der 10 erfolgreichsten Social Ads der Website „Adby.me“ zeigt, dass bei mehr als der Hälfte der Werbeslogans das Produkt nicht genannt wird. Die Follower und Freunde wissen zunächst nicht, um welche Produktwerbung es sich handelt. So führt vermutlich auch die Neugier der User zum Erfolg (siehe Tabelle).

Virale-WerbungAußerdem zeigt sich der Einfluss des Publishers als Erfolgsfaktor für Social Ads. Eine hohe Anzahl an Fans und Followern erhöht die . Aber auch die Aktivität des Publishers, gemessen anhand der Anzahl der veröffentlichten Tweets, ist ein Indikator für die Viralität einer Anzeige.

Welche klassischen Werbeweisheiten funktionieren nicht im Social Web?

Ein prominenter Namen im Slogan bzw. Post wirkt nur wenig auf den Erfolg der Werbung aus. Andere traditionelle Werbemethoden wie die Erwähnung eines Gewinnspiels oder eines Slogans sorgten sogar dafür, dass sich die Performance der Anzeige verschlechterte. Den Autoren zufolge, sind die Nutzer skeptisch wenn sie vermuten, dass ihre Daten gesammelt werden sollen.

Social Advertising auf dem Vormarsch

Social Advertising erfreut sich einer großen Beliebtheit im Marketing. Schließlich haben SNS heute sehr viele Nutzer, und außerdem kostet die Werbeform vergleichsweise wenig. Nicht zuletzt ist eine höhere Beeinflussung der Zielgruppe möglich, dadurch das die Inhalte über Freunde und Bekannte geteilt werden.

Was sind Social Media Advertising-Plattformen?

Üblicherweise nutzen Unternehmen die netzwerkinternen Werbefunktionen von Facebook, Twitter, Instagram und Co. Einen anderen Weg bieten die Websites wie Adby.me. Diese ist neben Seiten wie z.B. sponsoredtweets.com oder mylikes.com ein Beispiel für eine Social Media Advertising-Plattform. Auf dieser stellen Unternehmen SNS-Usern einen Link zu einer Anzeige zur Verfügung. Ein Nutzer wird zum Publisher, sobald er die diesen Link mit samt eines selbst kreierten Slogans mit Freunden oder Followern teilt. Für jeden Klick aus seinem Netzwerk erhält der Publisher einen festgelegten Betrag für die Auslieferung der Anzeige.


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Die Erkenntnisse auf eigene Blogs und Social Pages übertragen, sprechen dafür, dass…

  • Unternehmen stets versuchen sollten neuartige und interessante Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • ein Teaser Inhalte nur andeuten sollte, um Spannung zu wecken.
  • bei der Suche nach Meinungsführern die Anzahl der Fans und Follower eine wesentliche Rolle spielt.

MethodeVergleich der Klickraten von Social Ads der Plattform „Adby.me“ mit

  • dem Inhalt des Slogans
  • dem Einfluss des Publishers (gemessen in Followern)
  • der Aktivität des Publishers (gemessen an der Anzahl der Tweets)

📖 Weiterlesen: Park, Jaimie Y.; Lee, Kyoung-Won; Kim, Sang Yaon; Chung, Chin-Wan (2013): Ads by Whom? Ads about What? Exploring User Influence and Contents in Social Advertising. Association for Computing Machinery: Oktober 2013, Vol. 13, pp. 155-164.